Florian Döllerer
Heute sprechen wir mit In dieser Ausgabe sprechen wir mit Florian Döllerer, einem Schüler der Tourismusschule Klessheim, über seine Erfahrungen im Distance-Learning. Anders als bei Erich Kästner, geht es hier darum, dass die Schüler in Kleingruppen wochenweise im Präsenzunterricht oder Homeschooling unterrichtet werden.

© orf.at
Florian Döllerer, das Jüngste von drei Kindern von Sabine und Raimund Döllerer, die man in der Branche von deren Weinhandel und Gastronomie aus Golling kennt.
Florian, als Tourismusschüler hat dieses Jahr auch für dich große Einschränkungen gebracht, wie war für dich das vergangene Schuljahr in Klessheim?
Es war schon schwierig, wir haben jedoch das Beste daraus gemacht und irgendwann geht alle vorbei und es geht aufwärts.
Hast du Zweifel, dass du die richtige Ausbildung absolvierst?
Nein, für mich ist es die richtige Ausbildung, ich hätte vielleicht lieber noch mehr Praxisunterricht, was sich ja momentan schwierig gestaltet.
Allerorts hört man – nun auch von der Regierung –
man habe die Schüler und deren Probleme nicht gehört? Wie ist das für dich persönlich?
Im Großen und Ganzen haben sie versucht das Beste zu geben, jedoch hätte man schon auf ein paar Probleme und Anliegen der Schüler näher eingehen können bzw. diesen besser nachkommen können.
Gibt es etwas, wo du denkst, das könnte man beim
Distance-Learning besser machen?
Ja, auf alle Fälle – vor allem im aktuellen Hybrid-Unterricht, sollte man auch die Schüler, die von zu Hause aus zugeschaltet sind, besser in den Unterricht mit einbeziehen.
Hattet ihr auch praktischen Unterricht? Wenn, ja – wie kann man sich das vorstellen?
Ja, wir hatten praktischen Unterricht, in wesentlich kleineren Gruppen und dadurch leider auch seltener, aber dafür war es intensiver aufgrund dieser Kleingruppen.
Wenn du dich an deine alte Klassengemeinschaft erinnerst und das mit der jetzigen Situation vergleichst wie geht es dir dabei?
Aufgrund der heutigen sozialen Medien kann man sich auch virtuell miteinander sehr gut verständigen, somit hatten wir keine Probleme die Schulfreunde nicht so oft physisch zu treffen bzw. hatten wir auch zu Hause virtuell sehr viel Kontakt mit Freunden. Dennoch freue ich mich schon wieder sehr auf normale Gegebenheiten.
Du bist ab Herbst im Matura-Jahr, wie geht es dir beim Gedanken daran und wie ist die Stimmung unter deinen KollegInnen?
Ich habe gemischte Gefühle, auch meinen Freunden geht es ähnlich, da uns doch sehr viel Stoff einfach fehlt, jedoch wird es hoffentlich irgendwie machbar sein und wir bringen das wieder unter einen Hut.
Was möchtest du nach der Matura machen und wie leicht lässt sich dieses Ziel verwirklichen?
Nach der Schule werde ich zuerst meinen Pflichtdienst beim Bundesheer, erfüllen, dann möchte ich nach Frankreich gehen, um die klassische französische Küche zu lernen. Später möchte ich eventuell nach Skandinavien und weitere Stationen in der ganzen Welt absolvieren, um dann mit meinen gesammelten Erfahrungen nach Hause zurück zu kehren und den Schritt in die Selbständigkeit bzw. unseren Familienbetrieb zu gehen..
Viel Erfolg dabei und herzlichen Dank!



