Food Trend ´Verantwortung´

2. Mai 2016 Mehr

Neuer Trend Verantwortung.
Die wichtigste Trend-Variable ist der Gast. Dies bestätigte auch eine aktuelle Umfrage eines Gastronomiegroßhändlers zu den Gastrotrends 2016. Denn: Nicht jeder Hype ist gewinnbringend. Was zählt, ist letztlich immer die Nachfrage der Gäste. Und diese zeigt – darin sind sich die 202 befragten Vertreter der gehobenen österreichischen Gastronomie und Hotellerie einig – dass die Branche rasante Veränderungen durchläuft.

Food_trends_2016_

Das höchste Trendpotenzial attestieren 96 % der Befragten der Regionalen Küche. Auf der Suche nach dem Ursprünglichen und Natürlichen will der Gast auch wissen, was drin ist, ganz im Sinne der sogenannten „California Cuisine“ (93 %), die Kochstile unterschiedlicher Esskulturen miteinander verbindet und Wert auf die Verwendung frischer, saisonaler Zutaten aus der Region legt. Laut 84 % der Befragten erlebt aber auch die Gutbürgerliche Küche, neu interpretiert, eine Renaissance. Während Fleisch zur Beilage wird, ist Gemüse der heimliche Star der neuen Gourmetküche. Auch Vegane Küche soll 2016 weiter an Beliebtheit gewinnen (68 %). Mehr als die Hälfte der befragten Gastronomieprofis glauben außerdem an ganzheitliche Konzepte (58 %), nach welchen Lebensmittel von Grund auf lückenlos verwertet werden.
Die beobachteten Trends zeigen: Mehr denn je ist sich der Gast seiner Verantwortung als Konsument bewusst. Mit der Präferenz regionaler Produkte fördert er nicht nur die heimische Wirtschaft, sondern vermeidet auch lange Transportwege und schon damit die Umwelt. Auch die Bevorzugung fleischloser Gerichte kann zum einen als Bewusstsein für gesunde Ernährung, zum anderen aber auch als Verantwortung für Umwelt und Tierwohl verstanden werden. „Tierwohl ist selbstverständlich!“, proklamiert selbst Fast-Food-Riese Mc Donalds, der mit seinem Fokus auf artgerechte Haltung den Image- und Umsatz-Einbrüchen vergangener Jahre entgegenwirkt. Last but not least schmeckt gesundes Fleisch auch besser. Dass Qualität nämlich vermehrt selbst von Fast Food erwartet wird, bestätigt die österreichische Food-trendforscherin Hanni Rützler, die „Fast Good“ für den Foodreport 2016 als einen der drei wesentlichsten Ernährungstrends definierte – neben „Infinite Food“ (gegessen wird rund um die Uhr und überall) und „Spiritual Food“. Als spirituell interpretiert sie dabei Trends wie halal, koscher und vegan, über die oftmals nicht nur der persönliche Zugang zum Essen, sondern die eigene Lebensphilosophie definiert wird.

Fotos: ©Thomas Wunderlich, Nicole Heiling
Text: Heidrun Schwinger

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Kategorie: Branchentipps, F&B

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