Lena Reiter
Lena Reiter besucht den Schulzweig „Digitales Marketing“ an der HTS St. Pölten und ist frisch ekürte Schulsprecherin. Im Gespräch mit hotel & gastro style erklärt sie, warum sie sich einen intensiveren Austausch mit potentiellen Arbeitgebern wünscht, und
wer ihre größten Vorbilder sind.
„Ich würde auf jeden Fall viel digitaler werden“ | © Haiderer|HTS
Lena, warum hast du dich für die HTS St. Pölten entschieden?
Die HTS St. Pölten ist im Vergleich zu anderen weiterführenden Schulen eine eher kleinere Schule. Sie ist sehr praxisorientiert und viel persönlicher als andere Schulen. Das war mir ein
großes Anliegen.
Gibt es jemanden in deinem Umfeld, der dieselbe Schule besucht hat?
Ja, mein Bruder Lukas hat vor einigen Jahren die dreijährige Gastgewerbeschule der HTS besucht.
Welchen Schulzweig besuchst du und warum ist deine Wahl gerade darauf gefallen?
Ich besuche den Digitalen Marketing-Zweig. Diese Entscheidung habe ich getroffen, da ich finde, dass gutes Marketing die Zukunft ist. Ohne kann man heutzutage und auch langfristig gesehen wenig erreichen. Ich denke, es ist sehr nützlich in diesem Gebiet Erfahrung zu haben.
Welches Schulfach hast du am liebsten?
Ich bin sehr an Sprachen interessiert und mag deshalb die Fächer Englisch und Italienisch sehr. Aber auch Geschichte und Politische Bildung oder Tourismusgeographie und Reisebüro finde ich immer sehr spannend, da man in diesen Fächern sehr viel über andere Kulturen und Länder lernt.
Wenn du für einen Tag Bildungsministerin sein könntest, was würdest du ändern wollen?
Ich würde auf jeden Fall viel digitaler werden. Situationen, wie wir sie im Homeschooling erlebt haben, sollten nicht wieder passieren. Man sollte viel mehr Technologie für uns Schüler bereitstellen.
Gibt es so etwas wie Vorbilder, die dich begeistern?
Das sind eindeutig meine Eltern. Sie haben sich alleine von ganz unten hochgearbeitet und auf darauf können sie selbst und meine ganze Familie sehr stolz sein.
Gibt es etwas, das deine Eltern mittlerweile von dir
lernen können?
Ich denke, es gibt vor allem im digitalen Bereich vieles, das man immer wieder verbessern kann. Meine Eltern kennen viele dieser Dinge noch nicht, lernen es aber durch mich und meine Ausbildung erst richtig kennen.
Die Klimakrise erfordert aktuell ein Umdenken im Tourismus. Wie kann deiner Meinung nach ein klimafreundlicher Tourismus gelingen?
Man sollte auf jeden Fall einmal beim Speisenangebot anfangen. Wenn man weniger Speisen mit Fleisch und mehr vegetarische Gerichte anbieten würde, könnte der Fleischkonsum reduziert werden. Natürlich sollte ein Schwerpunkt auf Regionalität und Saisonalität gelegt werden. Das wirkt sich positiv auf das Klima aus.
Du hast bestimmt mitbekommen, dass der Fachkräftemangel innerhalb der Branche massive Probleme verursacht. Was könnte man deiner Meinung nach dagegen tun?
An Tourismusschulen, wie zum Beispiel der HTS St. Pölten, sollte viel mehr Werbung von Betrieben gemacht werden, die Fachkräfte suchen. Das wäre nicht nur für den beruflichen Weg nach dem Schulabschluss, sondern auch für das Pflichtpraktikum im Sommer sehr hilfreich. Ich denke, so würde vieles für die Betriebe und auch für uns Schüler einfacher werden.
Vielen Dank für das Gespräch!



