Die Welt des Bieres: Tradition trifft Innovation!

29. September 2014 Mehr

 

Das Nationalgetränk der Österreicher ist auch 2014 auf Erfolgskurs!
Vielfalt der Produkte: Dass die Welt des Bieres sich so vielfältig wie nie präsentiert, bestätigt auch Stiegl-Braumeister Christiann Pöpperl: „Neben der „Stiegl-Weisse-Familie“ haben wir es mit den Hausbieren geschafft, den Gerstensaft einmal in ein ganz anderes Licht zu rücken: saisonale Bierspezialitäten mit „klingenden Namen“ – wie ab April der „gmahd’n Wiesn“ – einem Kräuterbier in Kooperation mit Sonnentor. Unsere Hausbiere werden aus selbst angebautem und vermälztem Urgetreide gebraut und in formschönen 0,75-Liter-Flaschen abgefüllt, die sich auch zur Präsentation beim Gast ausgezeichnet eignen. Zudem bemerkt Pöpperl einen Trend hin zu Bier als Damengetränk: „Kleinere Gebinde, aber auch formschöne Gläser – wie etwa die Stiegl-Stange oder der Stiegl-Lady-Pfiff – tragen dazu bei, dass die Bierflasche oder das Bierglas auch perfekt in eine Damenhand passt. Aber auch Inszenierungsideen wie beispielsweise der Grapefruit-Radler FRESH serviert im langstieligen Glas mit Eiswüfel und Orangenschale – gefallen den Damen zunehmend. Und dass das Getränk Bier im Vergleich wenig Alkohol enthält ist ein weiterer Pluspunkt. Apropos Glas – auch das ist für Pöpperl ein wichtiges Thema in einer gepflegten Bierkultur: „Wir halten es mit der Regel: je stärker das Bier umso dickwandiger das Glas. Das heiß für ein Pils gibt’s die Stiegl-Stange, für ein Goldbräu den Stiegl-Becher oder für den Original Stieglbock den Steinkrug.“

Bierkultur weiter fördern: Mit der Förderung der österreichischen Bierkultur und mit Innovationen versucht die Brau Union Österreich das Ansehen des Nationalgetränks in Zukunft weiter zu erhöhen und setzt ebenfalls auf eine breite Vielfalt der Produkte, wie Generaldirektor Dr. Markus Liebl betont: „Die jüngste Produkt-Innovation ist das Gösser NaturGold, Österreichs erstes natürlich trübes alkoholfreies Märzenbier. Damit hat Gösser eine Lücke im Segment der alkoholfreien Biere geschlossen. Es ist für Bierfans das ideale Getränk für tagsüber, zum Mittagessen, aber auch nach dem Sport. Zuwachs gibt es bei Zipfer auch im Radler-Segment. Nach dem Verkaufserfolg des Zipfer Limetten Radlers, brachte die Brau Union im Februar 2013 den Zipfer Orangen Radler mit Lemongras auf den Markt. Mit einem Alkoholgehalt von nur 2% und ohne künstliche Süßungsmittel schmeckt der Radler natürlich fruchtig. Der Genuss ohne Alkohol ist und bleibt ein starkes Thema: „Der Trend geht – nicht nur bei den Damen, aber dort stark – immer mehr hin zu alkoholreduzierten und alkoholfreien Produkten sowie zu neuen Geschmäckern. Mit den beiden neuen Produkten von Gösser und Zipfer wollen wir diesen Trend auch im heurigen Jahr fortsetzen. Und wie hält es Liebl mit der Glaskultur? „Egal ob „Krügerl“, „Seiterl“, „Pitcher, „Halbe“, „Maß“, „Pfiff“ oder „Stiefel“ – so vielfältig sich die Braukunst in Europa präsentiert, so unterschiedlich sind die Formen und Bezeichnungen für Biergläser. Erst im richtigen Glas entfaltet das österreichische Nationalgetränk sein perfektes Geschmackserlebnis. Auch die Bevölkerung steht dem Gedanken der Glaskultur sehr aufgeschlossen gegenüber: Zwei Drittel der Österreicher legen Wert auf die Art des Glases, aus dem sie das Bier trinken. Unterm Strich gilt freilich auch im europäischen Bieruniversum die Grundregel: Jedem Bier sein passendes Glas!“ Wie wichtig die Bierkultur für die österreichische Seele bereits ist, zeigt übrigens auch eine Studie des Linzer market-Instituts. Demnach trinken 65% der Bevölkerung regelmäßig Bier. 92% der Bevölkerung sind zudem davon überzeugt, dass Bier ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Kultur ist

SlowBrewing für Grundwerte: Dass sich beste Brauqualität auf alle Fäll rechnet, kann die Salzburger Privatbrauerei Trumer bestätigen. Sie wurde 2012 bereits zum zum vierten Mal mit dem European Beer Star Award in Gold als bestes Pils Europas ausgezeichnet. Trumer setzte sich auf Grund der hohen Qualität ihrer Biere gegen rund 80 teilnehmende internationale Pilsmarken durch. Das Geheimrezept: Know-how, Leidenschaft und sehr viel Zeit. In einer schnelllebigen Welt hat sich die Privatbrauerei ganz bewusst der Langsamkeit verschrieben. Doch die Gründe dafür sind keinesfalls nostalgischer Natur. Vielmehr steht das Unternehmen aus Obertrum im Salzburger Flachgau für erstklassige Qualitätsbiere auf Basis traditioneller Verfahren in Verbindung mit modernsten Herstellungsprozessen. „Wir freuen uns ganz besonders, dass unser Trumer Pils bereits zum vierten Mal mit der Goldmedaille zu Europas bestem Pils gekürt wurde. Dies ist eine tolle Bestätigung für die hervorragende Leistung unseres Braumeisters Axel Kiesbye und seinen Brauern“, sagt Seppi Sigl jun. Eine Auszeichnung, die das Qualitätsstreben der Brauerei deutlich untermauert, hat sich der European Beer Star mit strengen Wettbewerbskriterien im vergangenen Jahrzehnt doch als anerkanntes Qualitätssiegel etabliert. Seit vergangenem November ist Trumer übrigens als erste österreichische Brauerei Mitglied des Vereins slowBREWING. Ziel dieses im Jahre 2011 in München gegründeten Vereins ist es, den kulturellen Stellenwert von Bier zu fördern. Der Club der Prädikatsbrauer steht für die Rückbesinnung auf die traditionelle Braukultur, wobei die Vielfalt der Biere der Herstellungsweisen im Mittelpunkt steht. Neben außerordentlich hoher Bierqualität spielt bei der Aufnahme einer Brauerei in den Verein slowBREWING auch die unternehmerische Verantwortung und deren Grundwerte Ehrlichkeit, Fairness und Toleranz eine wesentliche Rolle.

Tief ins Glas geschaut – Jedem Bier das Seine
Aus dem richtigen Glas getrunken sieht ein Bier nicht nur formschöner aus, es schmeckt auch besser. Deshalb ist es kein Wunder, dass sich ausgerechnet in Europa, dem Kontinent mit tausenden Brauereien, eine gigantische Vielfalt an unterschiedlichen Biergläsern entwickelt hat. Mit dem Siegeszug der Glasproduktion im 19. Jahrhundert wurde auch der Bierkultur neues Leben eingehaucht. Plötzlich waren der Fantasie keine Grenzen mehr gesetzt, was wiederum zu zahllosen regionalen Spezialentwicklungen führte. Manchmal hat dieselbe Bezeichnung auch eine völlig unterschiedliche Bedeutung. Bestellt man in Österreich ein Seiterl, bekommt man ein „kleines Bier“ (0,3 Liter). Ordert man freilich ein Seiterl in Altbayern und Franken erhält man ein Bierglas mit einem Inhalt von 0,5 Liter. In Österreich wiederum wird das 0,5-Liter-Bier als „Krügerl“ oder „Halbe“ bezeichnet. Das Krügerl ist auch das bekannteste Bierglas der Alpenrepublik. 94 Prozent der Bevölkerung wissen, was man sich darunter vorstellen muss. Der erfahrene Bierkonsument weiß, aber auch, dass Gerstensaft nicht gleich Gerstensaft ist. Jedes Bier schmeckt anders – und das sogar von Schluck zu Schluck. Denn der Duft eines Bieres verändert sich, je mehr Raum er zur Entfaltung seiner Aromen erhält. Deshalb, so raten Experten, sollte das Glas – egal ob Seiterl, Becher, Maß oder Flöte – immer auf das jeweilige Bier abgestimmt sein. Eine einfache Faustregel weist schon den Weg: schlanke Gläser für schlanke Biere, für deftigere Biere auch deftigere Gläser. Die Bedeutung der Glasform ergibt sich beim Bier aufgrund der unterschiedlichen chemischen Zusammensetzung von Bier und Bierschaum. Während im Schaum die Hopfen-Bitterstoffe angereichert sind, besitzt das Bier einen erhöhten Gehalt an Substanzen, die aus dem Malz stammen. Diese sind vor allem für den süßlich-fruchtigen Geschmack verantwortlich. Der Relation von Schaum und Flüssigkeit kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu: Ein Bier schmeckt aus zylindrischen Gläsern mit hoher Schaumkrone im ersten Moment ganz anders als das gleiche Bier aus einem breiten, kelchartigen Becher mit niedriger Schaumkrone. Darüber hinaus steuert die Glasform auch den Fluss des Bieres und bestimmt damit den Auftrittspunkt auf der Zunge. Das entscheidet dann darüber, ob die Wahrnehmung des Gerstensafts eher süßlich-rund oder hopfig-herb ist. Und: Nur wenn das Getränk die gesamte Zunge ungehindert umfließen kann, kommen alle Geschmackskomponenten voll zur Geltung!

© Quelle Brau Union

 

 

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Kategorie: F&B