Tim Hubmann

18. Oktober 2024 Mehr

Tim Hubmann besucht den Schulzweig Hotelmanagement an der KTS Villach und kennt das elterliche „nawu Kinderhotel“ aus allen Positionen. Im Gespräch mit hotel & gastro style hebt er den besonderen „Vibe“ der Schule hervor und erklärt, warum er für die Tourismusausbildung Feuer und Flamme ist.

„Für uns ist die Welt um ein Stück kleiner geworden.“ | © KTS Villach

Wann war für dich klar, dass du eine Ausbildung im Bereich des Tourismus machen willst?
Ich bin schon früh in meinem Leben mit dem Tourismus konfrontiert worden. Daher hatte ich dafür schon immer ein gewisses Interesse. Dass ich jedoch eine Ausbildung in diesem Berufsfeld absolvieren will, war für mich erst im letzten Jahr der NMS eindeutig.

Warum hast du dich für die KTS Villach entschieden?
Die KTS Villach ist eine angesehene Schule mit vielen nationalen und internationalen Connections. Seit ich das erste Mal diese Schule betreten habe, wusste ich, dass ich dort hineinpasse. Da meine Schwester Jenny ebenfalls diese Schule besucht hat, war für mich die Entscheidung umso leichter.

Welchen Schulzweig hast du gewählt?
Meine Schule bietet drei Zweige an: Hotelmanagement, Sprachen und Pferdewirtschaft. Obwohl ich während meiner Zeit an der KTS meine Sprachbegabung entdeckt habe, bereue ich es nicht, Hotelmanagement gewählt zu haben.

Bist du im Internat untergebracht oder pendelst du?
Für mich war das Internat immer die beste Lösung. Da ich kein besonders talentierter Frühaufsteher bin, ist das natürlich ein Vorteil direkt neben der Schule zu wohnen.

Welche Besonderheiten würdest du an deiner Schule hervorheben?
Schuluniformen, Praxisunterricht, Zusatzausbildungen, Förmlichkeit etc. Der gesamte „Vibe“ der Schule ist einfach anders. Ich meine, wie viele Menschen können behaupten, während ihrer Schulzeit mit Champagnersäbeln sabriert, Speisen flambiert oder Cocktails gemixt zu haben?

Was sind deine aktuellen Lieblingsfächer?
Schwierige Frage, da mich eigentlich alle Fächer in gewisser Weise interessieren. Fächer wie Recht, Hotelmanagement, Tourismusmarketing, Volkswirtschaftslehre, Weinsommelier oder Servierkunde sind jedoch ganz oben auf der Liste.

Hast du auch Zusatzausbildungen gemacht?
Seit Beginn der Schule war eines meiner Ziele, so viele Zusatzausbildungen wie möglich zu machen. Und das habe ich bis jetzt auch geschafft. Dazu zählen: Barista, Pâtisserie, Käsekenner, Biersommelier und Jungsommelier. In meinem Abschlussjahr werde ich noch die Ausbildung zum Jungbarkeeper machen.

Wo hast du deine Pflichtpraktika absolviert?
Ich habe meine Praktika zuhause im nawu Kinderhotel absolviert und war in der Küche, im Service und auch an der Rezeption tätig. Ich habe mich dafür entschieden, weil ich im Heimbetrieb schon einen gewissen Rang habe und Dinge lernen und erfahren darf, die andere Praktikanten normalerweise nicht dürfen, zum Beispiel Weinservice, eine eigene Station haben, Check-ins durchführen, Cocktails mixen etc. Ich habe während dieser Zeit sehr viel gelernt, vor allem im Bereich Kundenmanagement.

Was haben dir deine Eltern mit auf den Weg gegeben?
Nicht immer mit dem Strom mitschwimmen. Man kann auf anderem Weg auch sehr erfolgreich sein.

Und was können deine Eltern von dir lernen?
Weniger von mir selbst, sondern von meiner Generation. Die Vernetzung unter Jugendlichen und die Auffassung der Welt aus einem anderen Blickwinkel könnte der Generation meiner Eltern auch im touristischen Sinne nicht schaden.

Wie würdest du den Blickwinkel deiner Generation beschreiben?
Ich denke, dass es der Begriff „weitsichtiger“ am besten beschreibt. Für uns ist die Welt um ein Stück kleiner geworden als für die vorherigen Generationen. Ich finde, wir sind auch etwas risikofreudiger, was man allerdings auch mit Leichtsinnigkeit verwechseln könnte.

Woran könnte es liegen, dass man aktuell nicht genügend Leute für Tourismusberufe findet?
An dem Ruf der Branche. Der Tourismus und die Gastronomie wurden zwar schon immer, aber jetzt besonders, schlecht dargestellt. Fachkräfte werden nicht so behandelt, wie sie es verdienen. Für viele Gäste sind sie nur Maschinen, die ihnen Getränke bringen, sich ihre Probleme anhören und beim Betreten des Hotels grüßen. Aber niemand will der Fußabtreter für Gäste sein. Man muss dieses Stigma brechen und den gesellschaftlichen Respekt gegenüber der Branche wieder aufbauen.

Was erwartest du dir von deinem zukünftigen Arbeitgeber?
Respekt. Das sollte jeder Arbeitgeber, aber natürlich auch jeder Arbeitnehmer beachten.

Was ist für dein nächstes Praktikum geplant?
Im kommenden Sommer geht’s in das Grand Hotel nach Stockholm. Ich habe noch nie in einem so großen High Class Hotel gearbeitet und mich aufgrund des ausgezeichneten Rufs, der hohen Standards und der tollen Lage dafür entschieden. Es geht mir dabei nicht nur um die Erfahrung, sondern auch darum in einem anderen Land zu arbeiten. Die epidemiologische und geopolitische Situation in Europa erschwert dies jedoch zurzeit.

Wie sehen deine beruflichen Pläne nach der Matura aus?
Da mir mit dem Abschluss meiner Schule so viele Wege offenstehen, finde ich derzeit keine Antwort darauf. Ob ich in der Branche bleibe oder doch etwas ganz anderes machen werde, steht noch in den Sternen.

Wo siehst du dich in 10 Jahren?
Auf einer Yacht in Monaco. Hoffentlich!

www.kts-villach.at

Tags: , , , , ,

Kategorie: Allgemein, Schüler

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen