Für Gast und Region – AlpinLodges

28. Oktober 2019 Mehr

Für Gast und Region – AlpinLodges

Rund 50 Hotels, Pensionen und Apartmenthäuser gibt es bereits in der knapp über 2.000 Einwohner zählenden Gemeinde Maria Alm inmitten der Urlaubsdestination Hochkönig. Seit Dezember 2018 bieten die neu errichteten AlpinLodges zusätzliche 500 Betten für Urlaubsgäste mitten im Ortsgebiet.

 

 

Maria Alm, 75 km von der Stadt Salzburg und 160 km von München entfernt, liegt zentral im Skigebiet Hochkönig, gilt darüber hinaus aber als ganzjährige Spitzendestination mit idealen Sport- und Freizeitmöglichkeiten auch außerhalb der Skisaison. Grund genug also, auch künftig vermehrt in den Standort zu investieren. Gleich 53 Millionen Euro flossen deshalb in den Bau eines zusätzlichen Resorts. Die neun neuen Häuser mit insgesamt 103 hochwertig ausgestatteten Komfort- und Luxus-Apartments sind in landestypischer Architektur errichtet und integrieren sich wie selbstverständlich in das Ortsbild.

Die Apartments verfügen über 54 bis 150 m² Wohnfläche mit ein bis fünf Schlafzimmern, Küche, Kaminofen, Infrarotkabine und mehr. Gäste haben außerdem Zugang zur State-of-the-Art Infrastruktur eines Vier-Sterne-Hotelbetriebes – mit Lobby, Restaurants, Sport-Shop, Hallenbad, Wellness- und Fitnessbereich. Rund 100.000 Nächtigungen pro Jahr sollen so für die Region generiert werden.

Bauträger der AlpinLodges Maria Alm ist die Jäger AlpinLodges Bau & Management GmbH, ein Tochterunternehmen der ­Schrunser Jäger Bau, die auch das Resort-Management übernimmt und die Anlage nachhaltig betreut. Bei dem touristischen Vorzeigeprojekt handelt es sich um kein Hotel im klassischen Sinn, sondern vielmehr um ein innovatives Immobilieninvestment mit Vermietverpflichtung. Das heißt, dass alle Apartments an private Einzelinvestoren verkauft wurden, die damit gleichzeitig einen Anteil an der Resort-Infrastruktur erwarben, grundbücherlich eingetragen sind, ihr Apartment vier Wochen pro Jahr selbst nutzen können und sich über eine Eigenkapitalrendite von sieben Prozent freuen dürfen, wodurch eine Rendite innerhalb von 25 Jahren zu erwarten ist.

Warum sich diese Form der Resort-Entwicklung nicht nur für Investoren, sondern auch für Gäste und die Tourismusregion auszahlt, fragten wir Rob Feirabend, Geschäftsführer der Jäger AlpinLodges Bau  & Management GmbH, die für die Realisierung des neuen Resorts verantwortlich zeichnet.

 

 

Inwieweit nimmt die Architektur auf die bestehende Bebauung Rücksicht?
Das Projekt befindet sich direkt im Zentrum auf dem Gelände eines ehemaligen Sägewerks. Das heißt, kein Grünland wurde für den Bau geopfert. Das Resort ist vollständig in den Stil des Dorfes integriert, mit viel (altem) Holz, Naturstein und Grün. Die Häuser sind bewusst nicht größer als die bestehenden Gebäude des Dorfes, als solitäre Bauten wahrnehmbar und lediglich unterirdisch durch eine große Tiefgarage verbunden. Auch die Hauswirtschaft, die Wäscherei, der technische Service und die Abfallentsorgung werden unter anderem über die Garage abgewickelt werden. Zudem ist der ländliche Charakter trotz der teilweise modernen Ausstattung vollständig erhalten geblieben.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind gerade im Tourismus wichtige Parameter. Was war Ihnen hier besonders wichtig?
Das Resort verfügt über ein eigenes Wasserkraftwerk, das die umweltfreundlichste elektrische Energie liefert. Ein Teil davon wird zur Ergänzung der Fernwärme verwendet, die das Resort mit Wärme aus Holzabfällen der umliegenden Wälder versorgt. Darüber hinaus wird viel auf natürliche Materialien zurückgegriffen, die Abfalltrennung erfolgt bis zum Äußersten und die meisten Fahrzeuge sind vollelektrisch.

Werden Einrichtungen wie Restaurant und Wellnessbereich auch für Einwohner und Gäste anderer Häuser zugänglich sein?
Alles ist für externe Gäste frei zugänglich, mit Ausnahme des Schwimmbades. Für ein öffentliches Schwimmbad ist Badepersonal erforderlich, und das haben wir nicht.

 

 

Wo sehen Sie die wesentlichsten Unterschiede zu einem Hotelprojekt im klassischen Sinn?

Alpinlodges sind Aparthotels mit der kompletten Infrastruktur eines 4-Sterne-Hotels. Der Hauptunterschied ist die Unterkunft, die sich an Familien richtet, in einigen Fällen sogar für drei Generationen. Der Gast hat viel mehr Privatsphäre und viel mehr Quadratmeter pro Person als in einem durchschnittlichen 4-Sterne-Hotel. Darüber hinaus ist jedes Appartement komplett möbliert und verfügt über alle Annehmlichkeiten, die man heute erwarten würde, einschließlich einer voll ausgestatteten Küche mit allen modernen Geräten, Sauna und Kamin.

Inwieweit sind Synergien mit bestehenden Tourismusbetrieben erwünscht?
Gäste können bei uns Halbpension buchen und auch sonst alles bestellen, was auch ein traditionelles Hotel bietet. Sie sind aber auch völlig frei, das Angebot zu erweitern bzw. durch andere Anbieter in der Region zu ergänzen. So ist zum Beispiel unser Restaurant gar nicht für alle 500 Gäste mit Frühstück und Abendessen ausgestattet. Synergien mit anderen Betrieben in Maria Alm sind also sozusagen vorprogrammiert.
Die Gemeinde und andere Hotelbetreiber haben uns von Anfang an sehr positiv aufgenommen. Auch nach der Eröffnung gibt es eher eine gute Zusammenarbeit als Wettbewerb.

 

 

Welcher Mehrwert ist durch das neue Resort für die Region zu erwarten?
Für die weitere Entwicklung von Maria Alm zu einem wichtigen Tourismuszentrum ist es wichtig, dass genügend Betten zur Verfügung stehen. Der Rückgang der Bettenzahl, insbesondere bei privaten Gastgebern, muss durch andere Unterkunftsformen ausgeglichen werden, um das gesamte touristische Angebot zu erhalten und zu verbessern. Aufgrund der gestiegenen Anzahl von Gästebetten von uns und anderen Hotelbetreibern konnten die Bergbahnen das Gebiet erneuern und erweitern, um weiterhin mit anderen bekannten Gebieten in den Alpen konkurrieren zu können. Auch die Finanzierung der Hochkönigkarte ist nur bei ausreichenden Gastnächten möglich.

Die AlpinLodges sind nicht das erste Resort, das von der Jäger GmbH als Investmentprojekt realisiert wurde. Was sind die Grundvoraussetzung für den Erfolg dieser Form der Tourismusentwicklung?
Das Konzept funktioniert tatsächlich sehr gut. Vor allem die hohe Bauqualität wird von Investoren und Gästen besonders geschätzt. Darüber hinaus zählen vor allem drei Grundvoraussetzungen: Standort, Standort und Standort.

 

 

Fotos: Jäger Bau

Text: Heidrun Schwinger

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Kategorie: Newsletter, Projekte

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