Auszeit im Ausseerland

15. September 2014 Mehr

 

Zur Ruhe kommen, durchatmen, neu aufleben: Das G’sund & Natur Hotel DIE WASNERIN im Steirischen Salzkammergut setzt seine Auszeit-Philosophie auch im neuen SPA- & Wellness-Bereich konsequent um. Deutlich mehr Raum bieten nun die drei Ebenen mit rund 2.400 Quadratmeter.

Im zweiten Stock liegt eine Wohlfühlwelt alpin inspirierter Saunen, Pools sowie vielfältige Räume für Ruhe, Lesegenuss und Schlaf. Ganz der Regeneration gewidmet ist die dritte Etage des G’sund & Natur SPA‘s: Je nach Wetter, Lust und Laune entspannen sich die Gäste nun auch beim Rundumblick auf den Panoramaterrassen, in der Tee-Lounge oder im so genannten „Raum der Natur“.

Bereits im Frühjahr 2012 waren die Viereck Architekten als Gewinner eines internen Architekturwettbewerbs für die Optimierung der Bereiche Wellness und SPA, Rezeption und Lounge sowie für den Umbau der Seminarräumlichkeiten in Bewegungsräume hervorgegangen. Noch im selben Jahr wurden der Sauna-/ Wellnessbereich komplett neu gestaltet, die Ruheräume vergrößert und die Aussicht auf Dachstein und Loser durch neue raumhohe Holz-Alu-Portale ermöglicht. Zur Verbesserung der Akustik im gesamten Haus setzten die Architekten vor allem auf grobporige und strukturierte Materialien wie Lehm, Holz, Stein und Loden. 2014 wurden zusätzliche Outdoor-Liegeflächen am Dach geschaffen und das bestehende Teehaus komplett umgebaut bzw. erweitert. Panoramafenster wurden eingesetzt und neue Räume geschaffen, wie etwa der „Raum der Natur“ mit einem offenen Kamin und einer „Living Wall“ aus echtem Moos, Pflanzen und Hölzern als Highlights. Moos als Symbol für Ruhe, Stille und Dauerhaftigkeit und grüne Pflanzen, die Frische, Kraft und Erneuerung kommunizieren, bieten hier das optimale Ambiente für Erholung und Regeneration.

Facts:
Projekt: G’sund & Natur Hotel Die Wasnerin 4s Bad Aussee
Adresse: Sommerbergseestraße 19. 8990 Bad Aussee / A
Bauherr: Petra und Davor Barta
Planer: Viereck Architekten ZT GmbH, Kindberg / Graz
Grundstückfläche: 12.790 m2
Bebaute Fläche: 4.540 m2
Nutzfläche (Umbau): Dachgeschoß: 205 m2 + Terrassen 140 m2 , Vitalbereich 430 m2
Planungsbeginn: Dezember 2013
Bauzeit: 3,5 Wochen
Fertigstellung: 16. Mai 2014
Baukosten (exkl. MwSt.): € 650.000,-

Naturnähe auf allen Ebenen
Die Gäste der Wasnerin suchen Erholung inmitten der Natur und finden diese auf allen Ebenen. Der Rundumblick in die unberührte Landschaft der umgebenden Berge, eine umweltschonende Bauweise und die einzigartige Atmosphäre der natürlichen Materialien zeugen für ein stringentes Konzept, das von den Bauherrn wie auch von den Planern gleichermaßen mitgetragen wird. 
hotelstyle sprach mit Bauherrin Petra Barta und Architektin DI Marleen Viereck über die Grundintention und die besonderen Herausforderungen der jüngsten Umbauten:

Inwieweit haben sich die Anforderungen des Gastes verändert bzw. waren diese ausschlaggebend für die jüngsten Investitionen?
Petra Barta: Unsere Gäste schätzen vor allem die Ruhe und die großzügigen Räumlichkeiten in unserem Auszeit-Refugium. Die Nachfrage nach neuen Ruheräumen mit Panoramablick war aber da. Der Platz am Dach ist dazu einfach ideal. Von hier sieht man das einzigartige 360° Bergpanorama vom Loser über das Tote Gebirge bis hin zum Dachstein-Gletscher.

Worauf legten Sie besonderen Wert?
Petra Barta: Auf die naturnahe Architektur und den freien Blick in die Berge sowie ein modernes, jedoch warmes Interior-Design mit praktischen Ansätzen für unsere Gäste, sowie die Verwendung von natürlichen, ökologischen Baustoffen und Materialien.
DI Marleen Viereck: Die Grundintention war, die wunderbare Aussicht und die Natur ins Gebäude zu holen und zusätzliche Ruheräume zu schaffen. Unser Konzept sah vor, im Sinne des Bestandsbaus und unserer Ideologie, das Bauen mit Holz und Naturmaterialien weiterzuführen und gleichzeitig die Akustik zu verbessern.

In wieweit fügen sich die bestehenden Bereiche in das Konzept und inwieweit wurden neue Akzente gesetzt?
DI Marleen Viereck: Die Wasnerin unterscheidet sich von anderen guten Häusern vor allem in der Großzügigkeit der allgemeinen und öffentlichen Flächen, wie auch in der intimen Kleinteiligkeit der „alten Wasnerin“. Uns war es wichtig, diese Qualität des Hauses weiterzuführen und gerade diese Bereiche noch durch ein gutes Inneneinrichtungskonzept zu verstärken.
Petra Barta: Der Grundstein wurde mit der strategischen Planung 2012 gesetzt, wo ein Masterplan für die nächsten vier Jahre mit umfangreichen baulichen Änderungen ausgearbeitet wurde. Schritt für Schritt wurden und werden nun die einzelnen Maßnahmen umgesetzt und zu einem harmonischen „Ganzen“ zusammengefügt.

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz?
Petra Barta: Für uns als G´sund & Natur Hotel eine sehr Bedeutende. Sämtliche Beleuchtungen wurden auf LED umgestellt, die großzügigen Fensterflächen werden energietechnisch optimal genützt und es wurden lediglich Naturmaterialien wie Holz, Stein und Glas verwendet. Wir verfügen auch über Solaranlagen auf den Dachflächen, die uns zusätzlich Energie spenden.
DI Marleen Viereck: Die architektonische Ausgestaltung und Konstruktion mit ausreichendem Dachvorsprung bilden außerdem einen konstruktiven Sonnenschutz, wonach auf Kühlung und zusätzlichen Sonnenschutz verzichtet werden konnte.

Wo lagen die besonderen Schwierigkeiten bzw. Herausforderungen und wie konnten diese gemeistert werden?

DI Marleen Viereck: Die gesamte bestehende Architektur mit einzubinden und dennoch Neues zu schaffen. Die Herausforderungen diesmal waren die Statik und die Verlegung der ursprünglich angelegten Belüftungskanäle auf der Dachfläche, sowie die knappe Bauzeit. Möglich wurde die Umsetzung durch eine gute Planungsvorbereitung sowie die Einbeziehung regionaler Firmen, die durch ihre Flexibilität und professionelle Arbeit alle im Umbau auftretenden Schwierigkeiten und Überraschungen hervorragend meistern konnten.

Vielen Dank für das Gespräch!

Fotos: Alexander Koller, Christian Jungwirth / © Hotel Wasnerin Betriebs GmbH.

 

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Kategorie: Projekte

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