Domotex Boden Trends 2016

30. März 2016 Mehr

Im Jänner 2016 zeigten die Aussteller der DOMOTEX, der Weltleitmesse für Teppiche und Bodenbeläge, ihre kreativen und intelligenten Lösungen: Präsentiert wurden faszinierende Neuentdeckungen, vom Bioboden aus Rizinusöl und Kreide, Leder und Messing im Parkett, selbstansaugenden Rücken bis hin zu Silberionen im Teppich. Nachfolgend ein Überblick.

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Bei den Teppichböden liegt Hochflor im Trend. Vorbei die Zeiten, in denen der textile Untergrund vor allem praktisch, robust und pflegeleicht sein musste: 2016 punktet Teppichboden mit streichelzarter Haptik und spannender Optik. Was früher als „shading“ verpönt war, ist heute begehrt: Bringen die Schattierungen, die durch unterschiedlichen Fall der längeren Fasern entstehen, doch attraktive Abwechslung ins Uni-Oberflächenbild. Zudem begeistern Teppichfliesen mit neuen Formaten und ungewöhnlichen Formen.

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Handgefertigte Teppiche
Bei den handgefertigten Teppichen spielen nun zarte Töne eine zentrale Rolle: feine Non-Colours und Naturtöne entsprechen dem Zeitgeschmack – darin eingebettet sind Pastellfarben, wie Rosé, Hellblau und Mint. Pudrige Nuancen setzen in edlen Materialien wie Seide glänzende Akzente oder fügen sich zu kompletten Seidenteppichen.
Bei den Mustern liegen sparsame Zitate klassischer Ornamente und Geometrie in allen Spielarten bis zu optischen Illusionen vorn. Kelims machen als erschwinglicher Einstieg in das Segment der handgefertigten Teppiche vor allem bei jungen Käufern Boden gut.

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Holzböden
Auch Holzböden bieten eine Fülle von Möglichkeiten, um ihre Optik zu variieren: sie werden gefärbt und gebürstet, geölt und geräuchert. Jede Technik erzeugt dabei einen anderen effektvollen Auftritt. Die neueste Facette im breit gefächerten Spektrum steht unter dem Oberbegriff „Authentizität“ und stellt einheitlichen Oberflächenbildern bewusst charaktervolle Varianten mit naturbelassenen Rissen, Astlöchern, und Strukturen zur Seite.
Neuartige Oberflächenbehandlungen lassen das Holz wie unbehandelt oder frisch gesägt wirken und massive Dielen erhalten in Handarbeit Struktur und Farbe im Treibholz-Look. Lebhaftes Spiel bieten neue Formate: Unterschiedliche Größen sorgen für rechtwinklige Verlegekombinationen, während abgerundete Stabelemente mit leichten Wölbungen verschiedenste Geometrien ermöglichen.

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Schneller und einfacher
Verbesserungen zeichnen sich auch bei den Verlegetechniken ab. Die Hersteller übertreffen sich mit komfortablen Systemen, die allesamt die Verlegezeit deutlich reduzieren. Die Böden werden verstärkt in Großformaten angeboten, was neben dem Aufwand auch die Fugenzahl senkt. Dadurch gewinnt nicht nur die Optik, die Böden werden auch wasserresistenter.
Bei den textilen Böden kommen nun selbstansaugende Rückenkonstruktionen ohne Verklebung aus. Ein Vorzug, der neben einer schnelleren Verlegung vor allem im Objektbereich punktet, wo etwa Teppichfliesen in immer größerer Form- und Faservielfalt für wechselnde Gestaltung und partiellen Austausch im Fleckenfall sorgen. 
Im Bereich Holz wiederum bündeln Parketthersteller kleinteilige Einheiten wie die Stäbchen des Fischgrätparketts vorab zu Dielenformaten, um so den Verlegeaufwand zu reduzieren.
Und auch die Verbindung der einzelnen Komponenten wird immer unkomplizierter: So können etwa Dielen für den Outdoorbereich nun per Schlüsseldrehung auf einem Trägersystem aus Aluminiumschienen fixiert werden, per „Magnet“-Clip mit ihrer Unterkonstruktion, oder im Steckprinzip mit Gumminoppen verbunden werden.

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Designer-Elite aktiv
Zudem scheint den Designeliten immer bewusster zu werden, dass Bodenbeläge ein elementares Gestaltungselement im Raum sind. Und so präsentierten auch große Namen ihre entsprechenden Entwürfe: Hadi Teherani und Antonio Bullo zeigten neuartige Kork-Boden-Kollektionen, Patricia Urquiola ein Parkett, dessen abgerundete Stabelemente sich zu neuen lebhaften Verlegemustern addieren, und Giulio Ridolfo verlieh einer Teppichkollektion 350 feinste Farbnuancen.
Neben den großen Gestaltungslinien, die sich zum Trend verdichten, gab es auch Besonderheiten und Spezialitäten zu finden, die eine Nische gekonnt ausfüllen oder eine neue Entwicklung in Gang setzen können.
In diese Kategorie fallen etwa handgefertigtes Parkett, bei dem Messing, Leder, Marmor und anderen Materialien zu exklusiven Intarsienböden vereint werden. Oder der Hightech-Teppichboden mit seinen metallischen Silberionen gegen Bakterien und Geruchsbildung. Und natürlich die eingangs erwähnten elastischen Bioböden aus Poly-urethan, das aus natürlichen Rohstoffen wie Rizinusöl und Kreide gewonnen wird.

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Fotos: ©Deutsche Messe

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Kategorie: Magazin, News

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