Loveness & Privatissimum

5. Juni 2015 Mehr

 

Im Mühlviertel in Oberösterreich, im Dreiländereck zwischen Österreich, Deutschland und Tschechien, liegt ruhig und abgeschieden das Bergergut, dessen geschichtliche landwirtschaftliche Wurzeln bis in das Jahr 1712 zurückreichen. In den 60er Jahren erfolgten die ersten Schritte einer gastronomischen Nutzung und seit 1989 die konsequente Weiterentwicklung zum heutigen 5-Sterne-Hotel mit einer in allen Bereichen durchgängigen Positionierung auf die Themen Zweisamkeit, Liebe und Romantik.

 

 

Dabei war für Werner Pürmayer, der den Familienbetrieb 1989 übernahm, von Anfang an klar, dass er für den wirtschaftlichen Erfolg seines Hotels, das in unmittelbarer Nähe des ehemaligen „eisernen Vorhangs“ liegt, ein besonderes, eigenständiges Konzept benötigt, um Gäste in die landschaftlich attraktive aber abgeschiedene Gegend zu locken. So setzte er zuerst auf das Thema „Kinderhotel“ – wollte sich aber mit der Rolle „als 7. Zwerg“ nicht so richtig anfreunden.
Viel mehr Erfolg brachte dann der Fokus auf die Themen Romantik, Liebe und Zweisamkeit, für die das Bergergut heute mit einem in allen Bereichen durchgängigen Konzept steht – das ganze Haus hat sich ausschließlich dem Wohlbefinden von Paaren verschrieben. Mit dem fünften Stern, der im Februar 2015 erreicht wurde, ist das Bergergut nach Eigendefinition nun das einzige Luxushotel in Europa, das sich ausschließlich an Paare wendet.

Bei der Umsetzung dieses Konzepts setzte Pürmayer gemeinsam mit seiner Frau Irmgard, die maßgeblich für das heute durchgängige Designkonzept des Bergerguts verantwortlich ist, einige beachtenswerte Trends: Wie etwa der Umbau des bestehenden Restaurants in das kulinarische Wohnzimmer „Privatissimum“, in dem jedes Paar seine eigene, intime Wohlfühloase mit viel Platz und ausgesuchter Einrichtung vorfindet. Edle Materialien kombiniert mit Design-Originalen und stimmungsvoller Dekoration bieten den Rahmen für das Essen zu zweit.
Und auch die 36 Zimmer und Suiten erstrahlen seit dem Umbau im vergangenen Jahr vor allem durch ihr großzügiges Raumangebot und die themenbezogene Einrichtung und Ausstattung. Dabei wurden nur edle Materialien wie Eichenholz in den verschiedenen Formen für die Böden, Massivholztüren aus Asteiche, oder Altholz für Wandverkleidungen und für die Einrichtung nur Qualitäts-Markenprodukte verwendet.
Im Wohnraum geschickt integrierte Badezimmer mit frei stehender Badewanne, große Boxspringbetten oder Einzelstücke, wie eine im Raum stehende und drehbare Spiegel-TV-Kaminkombination sind gekonnt mit Kunst und Dekoration zu individuellen Raumerlebnissen kombiniert.
Und besonders beachtenswert dabei: Überall im Haus zu finden sind nur Originale und bekannte Marken – ein Investment in die Qualität, dem vor allem die Hausherrin große Aufmerksamkeit schenkt.


Klare Vorstellungen und Konzepte

Abgerundet wird das Ambiente im Bergergut durch eine vorzügliche Küche mit wahlweise Vier-, Sechs- oder Acht-Gang-Menü, edle Weine und natürlich dem hauseigenen Bier „Almbräu“, dem Pürmayer in Kürze eine eigene Brauerei widmen will. Offensichtlich sucht die Hoteliersfamile nach dem letzten großen Umbau im Jahr 2014 im Bergergut nach neuen Herausforderungen. Eine davon ist die Brauerei und ein damit einhergehendes Konzept für die gesamte Region (siehe Kasten). Andererseits steht ebenso die Neugestaltung des rund 1.000 m2 großen SPA- und Wellnessbereichs auf der Aufgabenliste. Dort finden die Gäste-Paare zwar auch schon heute alles was Herz und Körper erfreut, vom beheizten Außenpool mit Liegewiese, verschiedenen Indoorpools, Saunen, Dampf- und Infrarotkabinen bis hin zu „privat-SPAs“ und verschönenden und entspannenden Anwendungen – nur beim Design wollen die Hoteliers noch einmal gründlich Hand anlegen.

An Ideen fehlt es den Pürmayers offensichtlich nicht – auch nicht an der Umsetzungsqualität. So ist etwa als Gegenstück zum Bergergut, in unmittelbarer Nähe das zweite Hotel der Familie entstanden: Das AVIVA Hotel setzt in St. Stefan am Walde mit seinem Konzept und Lifestyle-Angebot auf Alleinreisende, Singles, Freundesgruppen und Seminargäste.
Im Bergergut wiederum warten als Gegenprogramm zu Loipen und Wanderwegen ein Audi R8 Spyder, zwei Harleys, Vespas und sonstige Fortbewegungsmittel auf mietwillige Gäste. Zudem organisieren die Weddingplaner im Haus jährlich rund 60 Hochzeiten, die bei kleineren Gesellschaften in der hauseigenen Kapelle stattfinden können.
Und auch für das gute Gewissen des Hausherren ist bereits bestens gesorgt worden: Ein 600.000 Euro Biomasse-Heizwerk versorgt das Gut mit Energie aus den eigenen Wäldern bzw. mit Holz aus der Region, „was sich bei derzeitigen Energiekosten nicht unbedingt rechnet, aber ein gutes Gefühl bringt“.
Das Bergergut stellt mit seinem durchdachten und durchgängigen Konzept zweifelsfrei einen Leitbetrieb nicht nur für die Region Mühlviertel dar. Das Thema „Loveness“ findet sich nicht nur im Zimmer-angebot, im Design, der Kulinarik und im SPA-Bereich bestens präsentiert, sondern wird vor allem von den Menschen vor Ort mit freundlich-präsenter und zurückhaltender Art umgesetzt.

 

Bergergut*****

Adresse: A-4170 Afiesl 7
Eigentümer: Familie Pürmayer
Zimmer: 25 bis 35 m2
Suiten: 35 bis 160 m2
Wellness: 1.000 m2
Rudda GesmbH: Parkettböden
Voglauer hotel concept: Möblierung

 

Das Thema Bier ist einer der nächsten Schwerpunkte in den Überlegungen des Strategen Pürmayer: Gemeinsam mit Hoteliers und Gastronomen aus der Umgebung in Österreich, Bayern und Tschechien will er dem Gerstensaft und dem bedeutenden Hopfenanbaugebiet vor seiner Türe zu mehr Bedeutung und der Fremdenverkehrsregion zum Bier-Kult-Status verhelfen. Spätestens dann soll es zum Menü neben der obligatorischen Wein- auch eine Bierbegleitung im Bergergut geben – und auch die erste Haube soll nun zügig erkocht werden.

 

Text: Walter Laser Fotos: Hotel Bergergut

 

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Kategorie: Projekte

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