5. Mountainbike Kongress

27. Oktober 2020 Mehr

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sieht die Entwicklung sehr positiv. „Der Mountainbike-Trend hat dank Corona einen großen Aufschwung erlebt und das wird uns auch zukünftig erhalten bleiben“, sagt er via Videokonferenz beim Mountainbike Kongress.


Harald Maier (li), ambi Austrian Mountainbike Institute im Gespräch zur neuen Mountainbike Strategie für das Land Salzburg mit Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll.

„Wir befinden uns im Augenblick in einem ‚Kelomatsyndrom‘. Es benötigt ein Ventil, um die Konflikte nicht eskalieren zu lassen“, so leitet Veranstalter Harald Maier den 5. Mountainbike Kongress Ende September in Saalbach Hinterglemm ein. Mit dem Konfliktpotential der Wegenutzung steigt auch die Frage nach einer infrastrukturellen Lösung, die nicht nur gut für Wirtschaft und Verkehr ist, sondern auch das Klima und die Krankenkassen schont. Wie diese Themen ineinandergreifen und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um das „Überkochen“ zu vermeiden, diskutierten und referierten Experten aus Wirtschaft, Politik, Industrie und Interessensverbänden.

via Videokonferenz zugeschaltet

Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler sieht großes Potential Österreich als Bike-Nation zu etablieren. Nicht nur – dank Vali Höll und Fabio Wibmer – im Spitzensport, sondern auch in den Möglichkeiten zur Jugendförderung. Denn Schulsportwochen in Form von Skikursen werden in Niedergelegenen Regionen zunehmen schwieriger. Als Ausgleich und gute Alternative könnten Mountainbike-Kurse in Schulen angeboten werden.

Kelomatsyndrom

Bereits vor Corona war ein Trend in Richtung Naherholung im Naturraum spürbar. Die Pandemie hat diesen Zustrom deutlich verstärkt und führt zunehmend zu Konflikten in der Wege- und Naturnutzung. „Wir befinden uns im Augenblick in einem Kelomatsyndrom. Es benötigt ein Ventil, um die Konflikte nicht eskalieren zu lassen. Dazu ist es notwendig Lösungen zu finden“, sagt Veranstalter Harald Maier. Als Gäste zu diesem Thema sind Landesjägermeister und Unternehmer Max Mayr-Melnhof, Gregor Grill von der Landwirtschaftskammer, Landtagsabgeordneter Alex Pinter und Peter Stirnimann aus der Schweiz, Verantwortlicher für die Entwicklung des Langsamverkehrs in Graubünden. Beim Talk zum Thema sprachen sie über soziale Konfliktsituationen, wie einerseits schnell und störend empfundenes Bergabfahren und das damit befürchtete Verletzungsrisiko. Auf der anderen Seite stehen ökologische Interessensgruppen, die zum Schutz der Natur eintreten.

„Um von der Konflikt- in die Lösungsebene zu gelangen, haben wir Menschen aus den unterschiedlichsten Verantwortungsbereichen zusammengeführt. Wir müssen erkennen, das Mountainbike nicht nur ein Sport ist, sondern neben dem Tourismusaspekt, vor allem auch ein Mobilitäts-, somit Klima- und Gesundheitsthema ist, welches bei guter Planung, z.B. einem Langsamverkehrskoordinator auf Länderebene, zu einer nachhaltigen positiven Veränderung in unserer Gesellschaft beitragen kann. Gleichzeitig – bei gesamtheitlicher Betrachtung – eine deutliche Verbesserung unseres Sommertourismus ermöglicht“, verdeutlicht Harald Maier.

Österreich, nicht nur als Ski-Nation, sondern auch als Bike-Nation?

Seit mehr als 50 Jahren begeistern Idole, insbesondere im Skibereich, die Nation. Idole wie unter anderen Karl Schranz und Toni Sailer haben in den 70ern eine Begeisterung für den Sport ausgelöst. Im Augenblick sind Vali Höll und Fabio Wibmer Österreichs Aushängeschilder für den Mountainbike Sport.

Conclusio

Wenn Politik und Interessensvertreter in Zukunft eng zusammenarbeiten, kann Österreich „bewegt“ werden. Bei entsprechenden infrastrukturellen Lösungen kann ein klimaschonendes Verkehrskonzept erarbeitet werden, das zudem noch die Gesundheit der Österreicher fördern und somit die Krankenkassen entlasten kann.


Ein umfangreiches Sicherheitskonzept mit ausreichend Vorbereitung haben die Veranstaltung ermöglicht.

© Markus Landauer

 

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Kategorie: News, Projekte, Veranstaltungen

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