Raum ist Luxus und Erholung – Le Coquillade Village

10. August 2017 Mehr

Bereits Mitte des 18. Jahrhunderts proklamierte der Schweizer Gelehrte Jean-Jacques Rousseau die Forderung „Zurück zur Natur“, die nun mehr und mehr zum kollektiven Bedürfnis avanciert. Davon ist auch Werner Wunderli überzeugt. Ohne auf Komfort verzichten zu wollen, suche man heute – zumindest im Urlaub – Ruhe und Entspannung abseits von Großstadtstress und Autolärm. „Raum ist Luxus und Freiheit ist Erholung“, erklärt der Schweizer Hotelier, der gemeinsam mit seiner Frau Carmen das Fünf-Sterne-Luxus-Resort Le Coquillade Village in der französischen Provence betreibt, wo sowohl Raum als auch Freiheit auf hohem Niveau geboten werden.

Das Fünf-Sterne-Luxus-Resort Le Coquillade Village präsentiert sich als kleines Dorf in den Weinbergen der Provence. Das Anwesen befindet sich auf einem Hügel mit Blick auf die nahen Berge Luberon und Mont-Ventoux, etwa zehn Kilometer von der nächsten Ortschaft und anderthalb Autostunden von Marseille entfernt. Mit dem Kauf der vernachlässigten Häusergruppe und 42 Hektar Land setzte der vor allem im Immobilien- und Fahrradbereich tätige Schweizer Unternehmer Andreas Rihs 2006 die Weichen für das weitläufige Urlaubsdomizil.
Zu dem Anwesen gehören sechs traditionelle Landhäuser, deren älteste Mauern auf das elfte Jahrhundert zurückgehen und ein modernes Gebäude aus dem Jahr 2015, sowie etwa 36 Hektar Weingärten, die in Hinblick auf biologischen Anbau unter der Marke Aureto bewirtschaftet werden. Bio-Produkte und eigener Anbau sind gefragter denn je. Einer der Gründe, warum das Resort auch einen eigenen Gemüsegarten besitzt, dessen Produkte die regionalen Spezialitäten der drei zum Resort gehörenden Restaurants ergänzen.
Das Hotel betreibt außerdem einen großen Veloshop mit 150 Bikes unterschiedlicher Marken, die auch gemietet werden können, um das „Provence-Cycling-Paradise“ sportlich oder etwas komfortabler per Elektro-Street- oder –Mountain-Bike zu erkunden.

Die Landschaft ist Teil des Naturparks Luberon, ein 185.000 Hektar und 77 Gemeinden umfassendes Gebiet, das als wertvolle Kulturlandschaft zwar bewahrt – im Gegensatz zu einem Naturschutzgebiet aber durchaus bebaut und auch touristisch genutzt werden darf bzw. soll. Ideale Voraussetzungen also, um weiter in den Standort zu investieren.
63 Zimmer – davon 42 Suiten, drei Restaurants, Event­räume auf 400 Quadratmetern und ein großzügiges SPA & Wellness Center auf 1.500 Quadratmetern mit einem Innen- und zwei beheizten Außenpools definieren nun das „dörfliche“ Enemble. Rund 200 bis 1500 Euro zahlen hier Gäste pro Nacht.
Beim jüngsten Umbau fungierte Hotelier Werner Wunderli nicht nur als Experte für Gästebetreuung sondern konnte auch Erfahrungen aus seiner früheren Tätigkeit als Architekt und Unternehmensberater einbringen. So verantwortete er auch Gestaltung und Interior Design von Um- und Zubau. Bei der Auseinandersetzung mit der Bautradition der Region entdeckte er wesentliche Parallelen zum Bauhaus-Stil der 1920er Jahre und arbeitete diese entsprechend heraus: Die Grundstruktur bilden Steingebäude, deren älteste Mauern noch aus dem 11. Jahrhundert stammen. Die ursprüngliche Kleinteiligkeit verbirgt zunächst das große Angebot an Raum und freier Fläche. Diese Luftigkeit wird auch durch den gewählten Stil getragen. Klare Linien, betonte Einfachheit – jedoch in höchster Qualität – bieten viel Raum zum Durchatmen und Freifühlen. Anstelle eines verschnörkelten Landhaus-Stils wird hier die seit Jahrhunderten geschätzte Klarheit und Funktionalität von Einrichtung und Ausstattung bevorzugt. Dies entspricht auch der Maxime eines LeCorbusier oder eines Marcel Breuer. Viele Möbel und Accessoires, u.a. in Schmiedeeisen, sind von Wunderli selbst – nach dem Vorbild der großen Bauhaus-Architekten – entworfen und von Handwerkern aus der Region gefertigt. Glas und Stahl wurden sehr zurückhaltend eingesetzt.
Natürliche Erdfarben, vor allem die vielfältigen Ockerfarben aus den nahegelegenen Steinbrüchen von Roussillon, dazu Vorhänge in Leinenkrepp, edler Stein und warmes Holz sorgen für den ortstypischen Grundton und spiegeln die kulturelle Verbundenheit mit der Provence wider.

Das Direktorenehepaar Carmen und Werner Wunderli lebt seit knapp zwanzig Jahren in Luberon. Sie schätzen den Reichtum an Raum und Natur, die Ambivalenz von Licht und Schatten, Ruhe und Sturm, die einst Maler wie Paul Cezanne inspirierte und nach wie vor Erholungssuchende aus aller Welt anzieht. Das neue Le Coquillage Village ist ihre Liebeserklärung an diese Region – natürlich ausgeführt mit Schweizer Präzesion und Perfektionismus…

 

www.coquillade.fr

Fotos: ©Gilles Trillard, Brice Toul, Nikkol Rot, Bruno Preschemisky, Jerôme Mondière

Text: ©Heidrun Schwinger

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