LODGE steht für… (Meliá Serengeti Lodge)

10. Juli 2018 Mehr

… „Luxus Ohne Die Geringste Einschränkung“, könnte man meinen. Im Kontext der Hotelkategorisierung ist mit dem Zusatz „Lodge“ jedoch immer auch eine abgelegenere Unterkunft für Naturerlebnis, Jagd und Ähnliches zu erwarten. Zugegeben, eine weitläufige Lodge lässt sich mitten in Afrika wohl etwas leichter aufbauen und positionieren als im doch etwas dichter verbauten Mitteleuropa. Dennoch gibt es auch hierzulande immer mehr Lodges, die sich an afrikanischen Vorbildern orientieren und auch in unsere Breiten Weitläufigkeit bringen mögen, als gäbe es kein Ende. Besucht man die Meliá Serengeti Lodge in Tansania erhält man dafür vielfältige Anregungen.

 

Meliá Serengeti Lodge

 

Mitten im Serengeti Nationalpark hat die spanische Hotelkette Meliá Hotels International eine Lodge nach den neuesten Standards für nachhaltige Architektur und Technologien errichtet. Die zweistöckige Anlage ist bedachtsam in die Landschaft integriert, orientiert sich an den natürlichen Terrassen der südlichen Hänge des Berges Nyamuma und bietet eine spektakuläre Aussicht auf das Tal des Mbalageti-Flusses und die weiten Ebenen Tansanias.

Etwa 45 Prozent der zur Versorgung der Lodge benötigten Energie werden durch Solarmodule erzeugt. Wäsche wird nicht tagtäglich hin- und hertransportiert sondern direkt vor Ort gewaschen. Eine Plastikpresse reduziert die Müllmenge, die abtransportiert werden muss. Organische Küchenabfälle werden vor Ort verbrannt und kompostiert – ein begehrtes Düngemittel für die hiesigen Bauern. Und Lebensmittel stammen möglichst von Produzenten aus der Region. Selbst Trinkwasser wird aus einem eigenen Wasserloch der Hotelanlage gewonnen und muss somit weder zugekauft noch eigens angeliefert werden.

Jedes der 50 Zimmer verfügt über einen Balkon oder eine eigene Terrasse und wird dank der intelligenten Bauweise durch die aus Osten wehende Brise natürlich belüftet. Edle Hölzer und Steine in sanften Erdfarben prägen das Interieur. Die öffentlichen Bereiche bieten mit Lounge, Außenpool, Fitnessraum, Spa und Kids&Co-Bereich sowie mit drei Restaurants, zwei Bars und zusätzlichen Veranstaltungsräumen viel Raum, um ungestört zu flanieren. Outdoor lassen sich Aktivitäten wie Heißluftballon-Fahrt, Fußsafari, Buschpicknick oder Jeepsafari organisieren. Kompetente Begleiter sind hier zumeist Mitglieder der in und an der Serengeti lebenden Massai. Einige Stammesmitglieder sind auch als Hotelangestellte tätig oder beliefern den Hotelshop mit handgefertigten Armreifen und Halsketten, deren Erlös wiederum dem Stamm zugute kommt.

Sowohl in Bezug auf Architektur und Ausstattung als auch auf Service und Dienstleistung liegt die Meliá Serengeti Lodge eindeutig im Luxus-Segment, was sich auch an den Zimmerpreisen von durchschnittlich 620 Euro pro Nacht bei Doppelbelegung inklusive Vollpension ablesen lässt. Wer hier mithalten möchte, muss seinen Gästen auch in Österreich einiges bieten. Die Serengeti lässt sich natürlich nicht kopieren, aber der Fokus auf heimische Besonderheiten, von regionalen Produkten bis zu geführten Ausflügen in die umgebende Natur und gelebte Nachhaltigkeit, die diese Natur auf allen Ebenen zu erhalten trachtet, sind natürlich auch für die österreichische Lodge absolute Must-Haves.

 

 

Fotos: ©Meliá Hotels International

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Kategorie: Projekte