Jausnen wie damals – Jausenstation Seewiese

13. Juli 2018 Mehr

Direkt am Nordostufer des Altausseer Sees, mit eigener Anlegestelle und freiem Blick auf die Wasserfläche, den Loser und den Dachstein liegt die Jausenstation Seewiese. Erreichbar ist diese lediglich über eine Forststraße oder über den Seeweg. Keine leichten Voraussetzungen für einen groß angelegten Umbau. Doch im Mai 2018 konnte das einst beliebte Ausflugsziel nun offiziell wiedereröffnet werden.

 

Aussenansicht-Seewiese-Altaussee-c-Martin-Huber

 

Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren schätzten Einheimische, Urlauber und auch prominente Gäste die traumhafte Kulisse. Auch Schriftsteller wie Jakob Wassermann, Friedrich Torberg, Arthur Schnitzler, Hermann Broch oder Hugo von Hofmannsthal nutzten den Kraftplatz am See. Doch dann lag das Anwesen jahrzehntelang brach – und verfiel zusehends.
Vor nunmehr zwölf Jahren erwarb Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz das 7.000 Quadratmeter umfassende Areal. Bis dann alle Genehmigungen für die Bauarbeiten in dem Natura-2000-Schutzgebiet beisammen waren, dauerte es jedoch noch Jahre. Und als schließlich alle Arbeiten – außen wie innen – endlich abgeschlossen waren, war es Herbst und es musste für die Eröffnung noch bis zum Frühling gewartet werden.

Entgegen anfänglichen Befürchtungen lokaler Medien wurde die Uferlage nicht durch einen Gourmet-Tempel oder gar ein groß angelegtes Hotelprojekt verbaut. Im Gegenteil: Anfang Mai 2018 präsentierte der Unternehmer die originalnahe Wiederherstellung des einst beliebten Jausen-Betriebs – ganz im Einklang mit der Natur und mit der Historie des Standortes, was auch von den Ausseern äußerst positiv aufgenommen wurde.

Erklärtes Ziel war ein vor allem gemütlicher und stressfreier Rückzugsort, an dem Gäste die Natur und eine zugleich nachhaltige und regionale Kulinarik genießen können. Dazu wurden die beiden Gebäude der Seewiese im typischen Ausseer Baustil – natürlich mit Holz – neu errichtet. Auch der einst beliebte Tanzboden mit Seeblick ist wieder aktiviert. Und selbst die Schiffsanlegestelle und der dazugehörige Steg wurden erneuert. Das relativ seichte Wasser kann allerdings nur von kleineren Booten befahren werden. Größere, wie das Altausseer Solar-Linienschiff legen weiterhin beim Jagdhaus in der Seewiese an, wo auch Gastronom Paul König den neuen Mitbewerber entspannt willkommen heißt, wissend, dass der Standort bei schönem Wetter mehr als genug Gäste für beide Betriebe anlockt.
In der kalten Jahreszeit wird die Seewiese ohnehin nicht bewirtschaftet, da der Rundwanderweg um den See im nördlichen Abschnitt wegen Lawinengefahr gesperrt werden muss. An Wochenenden in der Vor- und Nachsaison und im Juli und August von Mittwoch bis Sonntag ist hier jedoch Platz für 45 Gäste in der Gaststube und für 50 weitere im schattigen Gastgarten. Wanderer können sich zudem am hauseigenen Kiosk mit Getränken und kleinen Snacks für unterwegs versorgen.
Gastgeberin Angela Fuchs mit ihrem Team rund um Küchenchef Stephan Wieland setzen dabei auf regionale Produkte von den Bauern, Fischern und Jägern des Ausseerlandes, ergänzt um frische Kräuter aus dem eigenen Garten. Ein authentisches Rundum-Erlebnis eben.

 

 

www.seewiesealtaussee.at

Fotos: ©Martin Huber

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