Hygge – das neue Dolce Vita

5. Juni 2018 Mehr

Sprach man früher vom Savoir Vivre wie in Frankreich oder vom italienischen Dolce Vita, so kommt das neue Modewort für ein besonders erstrebenswertes Lebensgefühl aus dem Dänischen. Hyggelig steht für angenehm heimelig und gemütlich intim, heiße Schokolade am Kamin oder bei Kerzenlicht – statt Detox und Kneipp. Ende 2017 hat nun mit dem Lulu Guldsmeden Berlin an der Potsdamer Straße das erste Hygge Hotel Deutschlands inklusive Hygge Restaurant eröffnet.

 

Deluxe-Family-1

 

Up- und recycling, Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind im Lulu Guldsmeden nicht nur als Design-Gag zu verstehen. Immerhin sind alle Boutiquehotels der Kette – von Kopenhagen über Aarhus, Oslo und Reykjavík bis an die Côte d‘Azur und nach Bali – bislang nach den Kriterien des Green Globe zertifiziert. Der Tag im entspannten Öko-Boho-Luxus beginnt daher auch in Berlin mit einem Bio-Frühstück, alle Pflegeprodukte sind bio, die Zahnbürste fairtrade, die Zimmerreinigung umweltfreundlich und zum Service gehört natürlich auch ein Fahrradverleih.
Für ihren ersten Standort in Deutschland hat Bauherr Marc Weinert, selbst Architekt und erfahren im Umgang mit Umbauten, das ehemalige Hotel Altberlin, ein Bauwerk von 1850, adaptiert. In jedem der drei Obergeschosse sind 17 Zimmer untergebracht, im Ergeschoss zehn und im nun ebenfalls ausgebauten Dachgeschoss zwanzig, insgesamt also 81 Zimmer. Die Räume des Altbaus sind bis zu vier Meter hoch und zum Teil mit Stuckelementen versehen. In 30 Zimmern konnte eine weitere Zwischenebene aus roher Stahlkonstruktion eingezogen werden, was – auch dank nordischer Zurückhaltung – ein besonders großzügiges Raumgefühl vermittelt.
Wichtig war den Bauherren ein gemütliches Ambiente möglichst auch aus organischen Materialien. Marokkanische Kacheln im Bad, Holz- und Bambusmöbel, Himmelbetten und eine von Bali inspirierte Schaukel oder Hängematte direkt im Zimmer kommunizieren Leichtigkeit und ein wenig Fernweh. Indonesische Holzmöbel und Waschbecken aus handgearbeitetem Naturstein, kreative Lampenformen aus Rattan und vereinzelt rohe Ziegelwände als Kontrapunkt zu historischem Stuck, sowie da und dort bunte Farbtupfen setzen sympathisch verspielte Akzente im an sich zurückhaltenden Raum- und Farbkonzept.

 

Attic-Loft-Lounge

 

Die Wände in den Zimmern und Fluren sind zumeist in Weiß, im Treppenhaus in Dunkelgrau gehalten. Der Boden ist aus Echtholz, Eiche geölt. Lobby und Rezeption sind in dunklen Nuancen gehalten, mit grünen Glasmosaikfliesen und grünen Pflanzen und alten Chesterfieldsofas für ein echtes Zuhause-Gefühl. Dazu passend ist das Personal ungezwungen freundlich, die Einrichtung ungezwungen ehrlich und das Ambiente gerne auch einmal nicht zu perfekt – einfach deshalb, weil man sich in absoluter Perfektion auch nicht richtig wohlfühlt, so die Philosophie des Guldsmeden. Trotzdem darf es ruhig stringent sein. Dann etwa, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Diese reicht von den erwähnten Bioprodukten in der Küche über Naturmaterialien, Fairtrade und Upcycling bei der Einrichtung bis zum Öko-Bademantel und der Bettwäsche aus Biobaumwolle. Ganz Öko-Boho eben.
Mit dem luxuriösen Boho-Stil, einer Mischung aus Bohémien-, 60er-Jahre- und Ethno-Style, ist das Lulu Guldsmeden somit ganz am Puls der Zeit und bietet, was Reisende allerorts suchen, absoluten Komfort und das Gefühl, beim Entspannen auch noch nachhaltig Gutes zu tun.

 

 

Fotos:©Guldsmeden Hotels

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