Der Tisch des Fleischers – Butchers Table

15. Juni 2018 Mehr

In der deutschen Übersetzung klingt „ButchersTable“ fast ein wenig makaber, sagt aber letztlich nicht mehr oder weniger, als dass hier erlesene Fleisch-Spezialitäten direkt vom Metzger zu erwarten sind. Das neue Restaurant am Züricher Hegibachplatz darf auf jeden Fall aufhorchen lassen.

 

Butchers Table

 

Gemeinsam mit Gregory Knie, Rolf Styger und Daniel Caro lebt Geschäftsführer Philipp Oehler hier die Philosophie von kompromissloser Qualität und Nachhaltigkeit und setzt zudem auf kompetente Beratung „in allen Fleischfragen“. „Wir wollen, dass die Leute bei uns Fleisch mit gutem Gewissen essen können“, erklärt Gregory Knie zum Konzept, das auf eine ehrliche, glaubwürdige und kompetente Kombination von Metzgerei und Restaurant setzt. Old School, modern interpretiert. Dieses Credo ist auch an Architektur und Design des Standortes ablesbar:
Der Eingang befindet sich, wie bei Bauten aus der Jahrhundertwende üblich, in der Ecke der Liegenschaft. Klassisch mutet auch der Leuchtkasten rechts neben der Holztüre an, wo die tagesaktuelle Speisekarte aushängt. Und auch das Schild „ButchersTable – Restaurant und Metzgerei“ in seinen altmodischen, geschwungenen Lettern weckt Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, als es zu „regional und bio“ noch gar keine Alternativen gab.

Das Herzstück des Lokals bildet ein langer Holztisch als Reminiszenz an die alte Metzgerstheke und dient als gemeinsamer Gourmet-Stammtisch für größere Runden und gerne auch für Fachgespräche mit dem Chief Butcher selbst. Die tatsächliche Metzgerstheke, ein handgefertigtes Unikat, an dem Fleisch für Zuhause gekauft werden kann, befindet sich dahinter. Davor leiten mehrere Holztische mit abgerundeten, goldfarbenen Ecken in den Restaurantteil über, wo unter anderem frisches Markbein auf knusprigem Bürlibrot, Special Cuts von Brust, Bauch oder Schulter und natürlich auch Filetstücke oder Entrecôtes serviert werden.
Ein gekachelter Steinboden definiert den Eingangsbereich, lindgrüne Wände werden von Aufnahmen aus den Zwanzigerjahren bestückt und von einer Steinwand auf der einen und hohen Fensterfronten Richtung Garten auf der anderen Seite begrenzt. Dazwischen entfaltet sich ein atmosphärischer Double-Concept-Store zum entspannten Einkaufen und gemeinsamen Genießen.

 

 

Fotos: ©Sarah Vonesch

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Kategorie: Projekte