The Bank Brasserie & Bar

21. April 2016 Mehr

Fein nachjustiert. Das Hotel Park Hyatt Vienna zählt zu den Top-Adressen in Wien. Beim aufwändigen Umbau vom ehrwürdigen Bankgebäude zum Luxushotel wurden viele Superlative geschaffen, die das Haus an traditionsträchtiger Adresse in der Wiener Innenstadt zum Aushängeschild der heimischen Luxushotellerie machen. Kaum eröffnet, wurde das Angebot des Hauses nun fein nachjustiert und um „The Bank Brasserie & Bar“ mit eigenem Zugang über die Bognergasse erweitert.

Park Hyatt_Gin Daisy

Seit Anfang März ist der kosmopolite Treffpunkt für Tages- und Abendgäste nach einer Bauzeit von einem Monat eröffnet worden. Stefan Resch, Executive Chef Park Hyatt Vienna und Daniel Schoefisch, Chef de Cuisine The Bank Brasserie & Bar, servieren dort neben raffinierten Cocktails vor allem Brasserie-Klassiker wie frische Austern, Königskrabben, Moules Frites, Hummer in verschiedenen Varianten, Wiener Weinbergschnecken, heiß geräucherte Bachforelle und pikante Tarte Tatins.
Das Konzept für die Bar hat dabei der mehrfach ausgezeichnete Experte Reinhard Pohorec entwickelt, der den thematischen Bogen dafür um zwei Komponenten spannt: Zum einen huldigt er der Geschichte des Hauses durch sensorische und optische Assoziationen der Kassenhalle und Materialien wie Holz, Leder, Metall und Kupfer. Die zweite Konzeptkomponente basiert auf einer engen Zusammenarbeit des Bar-Teams mit der Küche der The Bank Brasserie: Dabei werden Zutaten und Produkte der Küche in Drinks verarbeitet oder begleitend serviert.

Pohorec entwickelte dafür eine Reihe von Signature Drinks, die er multisensorisch aufgebaut hat: So wird etwa der „Tresor“ – mit Goldwasser und Safran verfeinert – in einer hölzernen Tresor-Box und „Ternobuchtel & Kanarimilch“ – mit Vanillehonig und Powidl – in einer Milchkanne und mit einer kleinen Buchtel und Lottozahlen serviert. Das fünfköpfige, internationale Bar-Team mixt nach seinen Rezepturen weitere außergewöhnliche Cocktailkreationen wie „Reve du Sud“ mit gerösteter Kokosnuss und Karottensaft oder „Velours“ mit Sake, Hibiskus und Roter Rübe. Zu diesem Auftrag kam der 27 jährige Wiener Bar-experte aufgrund seiner internationalen Erfahrungen und Auszeichnungen. Aus diesem Grund holte ihn Alexander Hoffmann, Food & Beverage Direktor des Hotels, zuerst als Berater, dann als Gesamtverantwortlichen ins Boot. Eine Entscheidung, die sich aufgrund des am 1. März präsentierten schlüssigen Gesamtkonzepts durchaus lohnen dürfte. Bar und Küche verwenden natürlich nur die besten Grundprodukte – nichts anderes darf man in dieser Kategorie aber erwarten. Außergewöhnlich sind hingegen die Drinkkreationen selbst mit ihrem Bezug zu Umfeld und Geschichte – und wie das jeweilige Thema für den Gast inszeniert wird.
Interessant ist dabei noch, wie der Mixologe Pohorec seine Drinks konzipiert: Selten wird dabei konventionell gemixt und probiert – vielmehr entstehen seine Kreationen im Kopf. In seiner Gedankenwelt kombiniert er die dort abgespeicherten Aromen, definiert Mengen und weiß zuletzt auch, wie es schmeckt. Ein Talent, das man so eigentlich nur von der Kochelite kennt.

hotelstyle & gastro im Gespräch mit Reinhard Pohorec

Alexander_Hoffman_und_Reinhard_Pohorec

Wie gestaltet sich das neue Konzept von The Bank Brasserie & Bar?
Mein Wunsch für dieses außergewöhnliche Projekt war, den Gästen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Schon wenn man die Räumlichkeiten betritt, umweht die weltoffene, grazile Anmutung einer Grand Brasserie und Bar, wie man sie sonst vielleicht nur in Paris, London oder New York findet.
Gleichzeitig bietet das Miteinander von Restaurant und Bar aber ein so gemütliches und warmes Ambiente, welches jegliche Berührungsangst oder Einschüchterung wegwischt. Entspannt, elegant, beste Qualität mit Leidenschaft und Esprit serviert.
Der thematische Bogen des Bar Programms umspannt zwei Hauptströmungen: Den kosmopolitischen Hintergrund des Hauses, das internationale Flair der Länderbank, in perfekter Harmonie mit lokalen Traditionen, Produkten und dem urtypischen Wiener Charme. Sensorische Elemente von Kassenhalle und Aufsichtsrat-Räumlichkeiten schweben durch den Raum, Düfte von Leder, Metall, Kupfer oder auch Tabak, das Rattern der Drucker, das Klimpern der Münzen und Rascheln der Geldscheine. Samt und Holz, Gold und Geschmeide, alles findet sich auch im und um den Drink wieder.
Als zweite Komponente spielt die Brasserie-Küche eine fundamentale Rolle. Meine Tätigkeit basiert stets auch auf der interdisziplinären Interpretation von Genuss, Geruch und Geschmack – die Zusammenarbeit mit Spitzenköchen, Parfümeuren, Künstlern, Designern und derlei Kreativköpfen ist meine große Leidenschaft.
Gerade wenn man dann, wie im Falle von The Bank Brasserie & Bar, Köche und Bartender unter einem Dach und in einem dermaßen ganzheitlichen Konzept vereint, kann Großartiges entstehen. Viele Ingredienzien, die der Gast nur in der Küche vermutet, finden sich in den Cocktailkreationen wieder – dem Stil des Food Menus wird klar Tribut gezollt. Urkarotten, Rote Rüben, Buchteln und Kanarimilch – die Gäste können hier Trinkerlebnisse und Erinnerungen mitnehmen, die gänzlich neu und faszinierend sind.

Findet sich der Gast mit all diesen Ideen und neuen Eindrücken zurecht?
Die fundamentale Conclusio im Hospitality Bereich ist, für den Gast da zu sein und nach bestem Wissen und Gewissen sein Wohlbefinden zu garantieren. Ich halte nichts von Kreativität, die sich nicht auf den Genießer überträgt oder in ihrer Verkopftheit und dem Wunsch anders sein zu wollen schlichtweg verwirrend wird.
Das Menu Design bietet einen kompakten Blick auf die elf Signature Drinks, auf einer Steintafel arrangiert und in einem Koordinatensystem angeordnet. Anhand einfachster Parameter kann so jeder Gast ein Gefühl für die Drinks bekommen und für sich entscheiden, welche Richtung er geschmacklich einschlagen möchte. Wie geht es mir heute? Wo im Tag finde ich mich wieder – eher im Aperitif-Moment, suche ich einen leichten, duftigen Cocktail für den frühen Nachmittag, After Dinner oder Night Cap? Ist mir nach einem frischen, belebenden Getränk oder doch vollmundig, kräftig gesetzterer Komposition?

Auch die klassischen Beschreibungen auf der Karte fehlen?
Seien wir ehrlich, wenn ich in eine Bar gehe, um entspannt einen Drink mit guten Freunden zu genießen, will ich weder in 200 Seiten dicken Schmökern blättern und von der Überauswahl erschlagen werden, noch können die meisten Menschen wirklich ein Gefühl für einen Cocktail bekommen, der mit Unmengen von Markennamen oder obskuren Spirituosenausdrücken umschrieben ist. Nicht jeder Gast weiß auf Anhieb was Mezcal, Punt e Mes, Liquore Strega oder Solera Gran Reserva heißen sollen, geschweige denn wie das final schmecken soll.  Die Signature Cocktails in The Bank Brasserie und Bar geben knappe Geruchs- und Geschmacksbeschreibungen, wodurch man vielleicht auch einmal etwas Neues probiert oder sich wieder an ein Produkt traut, welches man andernfalls kategorisch ausgeschlossen hätte.
Die Cocktails sind nahbar, ansprechend und für jeden Gast nachvollziehbar. Dennoch bieten sie ein Überraschungsmoment und sehr spielerische Präsentation, auch wird der Gast stets mit eingebunden, in die Zubereitung oder Finalisierung involviert. Da jedem Signature auch ein individuell angefertigtes Gefäß zugedacht ist, können nicht nur Nase und Gaumen betört, sondern multisensorische Erlebnisse vermittelt werden. Haptik und der Einsatz verschiedener Materialien ist ein wichtiger Aspekt. Setzt man die Lippe an eine eiskalte Metallschale, einen Holzbecher, respektive trinkt seinen Cocktail aus einem Milchkännchen, einem Tintenfässchen oder gar einer Tresorbox, ist das Genussmomentum ein gänzlich anderes und ganzheitlicheres.
Unterm Strich soll man in The Bank Brasserie & Bar in kosmopolitisch entspannter Atmosphäre beste Qualität genießen können und mit außergewöhnlichen Eindrücken für alle Sinne beglückt werden.

Wie gestaltet sich das neue Konzept von The Bank Brasserie & Bar?
Mein Wunsch für dieses außergewöhnliche Projekt war, den Gästen ein einzigartiges Erlebnis zu bieten. Schon wenn man die Räumlichkeiten betritt, umweht die weltoffene, grazile Anmutung einer Grand Brasserie und Bar, wie man sie sonst vielleicht nur in Paris, London oder New York findet.
Gleichzeitig bietet das Miteinander von Restaurant und Bar aber ein so gemütliches und warmes Ambiente, welches jegliche Berührungsangst oder Einschüchterung wegwischt. Entspannt, elegant, beste Qualität mit Leidenschaft und Esprit serviert.
Der thematische Bogen des Bar Programms umspannt zwei Hauptströmungen: Den kosmopolitischen Hintergrund des Hauses, das internationale Flair der Länderbank, in perfekter Harmonie mit lokalen Traditionen, Produkten und dem urtypischen Wiener Charme. Sensorische Elemente von Kassenhalle und Aufsichtsrat-Räumlichkeiten schweben durch den Raum, Düfte von Leder, Metall, Kupfer oder auch Tabak, das Rattern der Drucker, das Klimpern der Münzen und Rascheln der Geldscheine. Samt und Holz, Gold und Geschmeide, alles findet sich auch im und um den Drink wieder.
Als zweite Komponente spielt die Brasserie-Küche eine fundamentale Rolle. Meine Tätigkeit basiert stets auch auf der interdisziplinären Interpretation von Genuss, Geruch und Geschmack – die Zusammenarbeit mit Spitzenköchen, Parfümeuren, Künstlern, Designern und derlei Kreativköpfen ist meine große Leidenschaft.
Gerade wenn man dann, wie im Falle von The Bank Brasserie & Bar, Köche und Bartender unter einem Dach und in einem dermaßen ganzheitlichen Konzept vereint, kann Großartiges entstehen. Viele Ingredienzien, die der Gast nur in der Küche vermutet, finden sich in den Cocktailkreationen wieder – dem Stil des Food Menus wird klar Tribut gezollt. Urkarotten, Rote Rüben, Buchteln und Kanarimilch – die Gäste können hier Trinkerlebnisse und Erinnerungen mitnehmen, die gänzlich neu und faszinierend sind.

Findet sich der Gast mit all diesen Ideen und neuen Eindrücken zurecht?
Die fundamentale Conclusio im Hospitality Bereich ist, für den Gast da zu sein und nach bestem Wissen und Gewissen sein Wohlbefinden zu garantieren. Ich halte nichts von Kreativität, die sich nicht auf den Genießer überträgt oder in ihrer Verkopftheit und dem Wunsch anders sein zu wollen schlichtweg verwirrend wird.
Das Menu Design bietet einen kompakten Blick auf die elf Signature Drinks, auf einer Steintafel arrangiert und in einem Koordinatensystem angeordnet. Anhand einfachster Parameter kann so jeder Gast ein Gefühl für die Drinks bekommen und für sich entscheiden, welche Richtung er geschmacklich einschlagen möchte. Wie geht es mir heute? Wo im Tag finde ich mich wieder – eher im Aperitif-Moment, suche ich einen leichten, duftigen Cocktail für den frühen Nachmittag, After Dinner oder Night Cap? Ist mir nach einem frischen, belebenden Getränk oder doch vollmundig, kräftig gesetzterer Komposition?

Auch die klassischen Beschreibungen auf der Karte fehlen?
Seien wir ehrlich, wenn ich in eine Bar gehe, um entspannt einen Drink mit guten Freunden zu genießen, will ich weder in 200 Seiten dicken Schmökern blättern und von der Überauswahl erschlagen werden, noch können die meisten Menschen wirklich ein Gefühl für einen Cocktail bekommen, der mit Unmengen von Markennamen oder obskuren Spirituosenausdrücken umschrieben ist. Nicht jeder Gast weiß auf Anhieb was Mezcal, Punt e Mes, Liquore Strega oder Solera Gran Reserva heißen sollen, geschweige denn wie das final schmecken soll.  Die Signature Cocktails in The Bank Brasserie und Bar geben knappe Geruchs- und Geschmacksbeschreibungen, wodurch man vielleicht auch einmal etwas Neues probiert oder sich wieder an ein Produkt traut, welches man andernfalls kategorisch ausgeschlossen hätte.
Die Cocktails sind nahbar, ansprechend und für jeden Gast nachvollziehbar. Dennoch bieten sie ein Überraschungsmoment und sehr spielerische Präsentation, auch wird der Gast stets mit eingebunden, in die Zubereitung oder Finalisierung involviert. Da jedem Signature auch ein individuell angefertigtes Gefäß zugedacht ist, können nicht nur Nase und Gaumen betört, sondern multisensorische Erlebnisse vermittelt werden. Haptik und der Einsatz verschiedener Materialien ist ein wichtiger Aspekt. Setzt man die Lippe an eine eiskalte Metallschale, einen Holzbecher, respektive trinkt seinen Cocktail aus einem Milchkännchen, einem Tintenfässchen oder gar einer Tresorbox, ist das Genussmomentum ein gänzlich anderes und ganzheitlicheres.
Unterm Strich soll man in The Bank Brasserie & Bar in kosmopolitisch entspannter Atmosphäre beste Qualität genießen können und mit außergewöhnlichen Eindrücken für alle Sinne beglückt werden.

Fotos: ©Park Hyatt Vienna
Text: Walter Laser

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Kategorie: F&B, News

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