Regionale Bestseller – Eisoase Pischelsdorf

11. Juli 2018 Mehr

Bereits in den 1930er Jahren begann die Speiseeis-Tradition der Familie Wagner mit einer Konditorei im Hartbergerland. Heute gelten die Eisspezialitäten der Eisoase in Pischelsdorf, Sinabelkirchen, Hartberg, Hartl und Viertelfeistritz als erste Adresse für steirische Genießer. Wir sprachen mit Ursula Wagner über das oststeirische Qualitätseis, regionale Bestseller und welche Trends allgemein zu beobachten sind.

 

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Was ist Ihnen für Ihr Eis wichtig?
Frische und hochwertige Zutaten sind die Grundvoraussetzung für jede Kreation, ebenso wie der persönliche Geschmack des Konditors Alfred Wagner. Bis die intensivste Erdbeere gefunden und zu Eis verarbeitet ist, wird ständig getüftelt und verkostet. Und im Spätherbst experimentieren wir wieder für die nächste Eissaison an neuen Sorten aus den regionalen Kostbarkeiten.

Worauf legen Sie bei den Zutaten wert?
Das Wichtigste sind Frische und ausschließlich natürliche Aromen. Bei Fruchteis soll der Anteil an frischen Früchten besonders hoch sein. Bei Cremeeissorten verwenden wir Milch, Schlagobers und vermehrt Joghurt immer frisch.

Womit hatten Sie den größten Erfolg?
Wir bieten derzeit etwa 60 bis 70 Eissorten an. Bei dem internationalen Speiseeiswettbewerb „Coppa d´Oro“ in Italien konnten wir die Fachjury mit Haselnuss, Mokka, Maroni, Schokolade, Pistazie und Walnuss bereits sechs Mal als bestplatzierte Österreicher überzeugen. Und auch unsere Kunden schätzen diese Sorten sehr. Als großer Erfolg hat sich auch die Kooperation mit dem bekannten Chocolatier Josef Zotter in Sachen Schokolade-Eis erwiesen, das es in drei Sorten übrigens auch in Wien, in der SCHOKO COMPANY am Naschmarkt und bei SCHOKOV am Rudolfsplatz gibt.

 

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Arbeiten Sie auch mit anderen Produzenten der Region?
In einer Region mit so vielfältigen Apfelspezialitäten gibt es bei uns sowohl das Original Apfelland-Eis als auch Eis aus dem erfrischend-würzigen FRANZI-Apfelsaft, aus Äpfeln aus Puch bei Weiz.
Für unser Schafmilch-Eis „Pecora Nera“, mit einem Hauch Vanille, von Schokolade durchzogen und mit Profiteroles verfeinert, kommt die Milch von den Weizer Schafbauern. Grundsätzlich beziehen wir Milch von Bauern der Region, statt sie quer durch Österreich anliefern zu lassen.
Seit letztem Jahr arbeiten wir außerdem mit der Biolandwirtschaft Pletterbauer im nördlichen Burgenland zusammen., die seit 20 Jahren die Vitamin-C-reiche Kornelkirsche, auch „Dirndl“ genannt, kultivieren. Diese handgepflückten Wildfrüchte sind mit ihrem erfrischend herben, säuerlichen Geschmack für heiße Sommertage ideal – auch in Kombination mit Zitronen- oder Apfeleis.

Welche Trends beobachten Sie?
Ein großer Trend für alle Branchen ist sicher Regionalität. Ein Trend der letzten Jahre ist auch die Experimentierfreude. Auch Alfred Wagner probiert gerne, sieht aber Eis vor allem als Genuss- und Süßspeise. Ein Schnitzeleis würde ihm nicht in die Vitrine kommen, nur weil mit ausgefallenen Kreationen vielleicht ein schneller Marketingerfolg erzielt werden kann. Insgesamt ist Eis heute aber ein hochwertigeres Produkt geworden als noch vor 20 Jahren. Als Pioniere dieser Entwicklung freuen wir uns sehr darüber.

Was würden Sie Gastronomen raten?
50 Prozent unserer Gesamtproduktion geht in die Gastronomie. Wir glauben, dass man mit wirklich gutem Eis auch bessere Umsätze macht – sofern man nicht an Pflege und Präsentation spart. Ideal ist eine gut sichtbare Vitrine, die regelmäßig abgetaut, geputzt und gewartet wird. Und der Gast wird gutes Eis umso mehr schätzen, wenn es auch optisch ansprechend präsentiert wird.

 

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Fotos: ©Eisoase, Karl Schrotter

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Kategorie: F&B