Ausgezeichnet ausgebildet – Travel Industry Club Austria

12. Juli 2018 Mehr

Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, die im Tourismus arbeiten wollen, findet man nicht so leicht. Ein Grund dafür liegt in der Tourismusausbildung. Der Fleckenteppich aus Lehre, Berufsschulen, Akademien, Kollegs, Fachhochschulen und Universitäten bietet zwar ein breit gefächertes Angebot für den Einstieg ins Berufsleben, erschwert aber auch ein einheitliches und struktriertes Mitein­ander. Experten der Branche fordern daher mehr Integration und Durchlässigkeit und ein besseres Ineinandergreifen von Theorie und Praxis.

 

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Die einzelnen Stimmen zum Thema hat der Travel Industry Club Austria gemeinsam mit der Kondeor Marktforschung gesammelt und dazu mehr als dreihundert Praktiker, Lektoren und Studierende online befragt. Daten & Fakten der Umfrage wurden im April 2018 im Rahmen eines Pressegesprächs mit anschließender Podiumsdiskussion im Falkensteiner Hotel Wien Margareten präsentiert.
Fazit: Neben einem versierten Umgang mit Daten und Grundkenntnissen in Statistik & Mathematik müssten nach Einschätzung der Befragten die Bereiche Soziologie & Psychologie sowie kritisches Denken und soziale Kompetenz gezielt gefördert werden.

Ein rein methodischer Zugang zur Wissensvermittlung kann diese Kompetenzen aber nicht abdecken. Auch Personen in der Ausbildung wünschen sich daher mehr Praxis- und Kundennähe, mehr individuelles Eingehen auf die bisherige Erfahrung, die Ausnutzung von zeitgemäßen didaktischen Methoden und die Integration des E-Learnings. Insgesamt alles Lösungsansätze, die auch den Praktikern mehr zusagen.
Der Travel Industry Club Austria sieht die Lösung zudem in einer dualen Bildung. Ein mögliches Vorbild dafür seien zum Beispiel Akademien nach deutschem Vorbild sowie Corporate Universities, bei denen firmeninterne Ausbildungsprogramme mit akademischer Bildung kombiniert werden. Aber auch einzelne Betriebe, die in die Weiterbildung und auch ein angenehmes Arbeitsklima für ihre Auszubildenden investieren, sollen als mögliche Vorbilder mehr Beachtung finden. Ein Beispiel dafür ist etwa das Vier-Sterne Parkhotel Stuttgart Messe-Airport in Leinfelden-Echterdingen, das heuer bereits zum zweiten Mal mit dem Gütesiegel „Exzellente Ausbildung“ der Deutschen Hotelier Vereinigung ausgezeichnet wurde. Das Haus bietet seinen Azubis eine vorbildliche Ausbildung, beste Arbeitsbedingungen und sogar eine eigene Vertrauensperson als Ansprechpartner vor Ort.

 

Foto:©mpimages photodesign

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Kategorie: Magazin